
SocialBee oder Buffer: Kanäle und Nutzer drehen die Rechnung

Bei wenigen Kanälen ist Buffer für Solo-Creator meist günstiger; bei vielen Profilen kann SocialBee den Preisvorteil übernehmen. Kommen weitere Personen oder getrennte Kundenbereiche hinzu, ändert sich die Rechnung erneut. Die Buffer-Tarife kosten für die ersten zehn Kanäle 6 US-Dollar je Kanal und Monat in Essentials oder 12 US-Dollar in Team; bei Jahreszahlung sind es 60 beziehungsweise 120 US-Dollar je Kanal und Jahr. Essentials umfasst einen Nutzer, Team unbegrenzt viele und eine Beitragsfreigabe. Buffer Free erlaubt drei gleichzeitig verbundene Kanäle, zehn geplante Beiträge je Kanal und insgesamt acht unterschiedliche Kanalverbindungen während der gesamten Nutzung des Gratis-Tarifs.
SocialBee bündelt stattdessen Profilplätze, Nutzer und Arbeitsbereiche. Die SocialBee-Preisliste nennt für Bootstrap, Accelerate und Pro monatlich 29, 49 und 99 US-Dollar oder bei Jahreszahlung 290, 490 und 990 US-Dollar. Enthalten sind fünf, zehn beziehungsweise 25 Profile; Bootstrap und Accelerate bieten je einen Nutzer und einen Arbeitsbereich, Pro drei Nutzer je Arbeitsbereich und fünf Arbeitsbereiche. Fünf zusätzliche Profile kosten 15 US-Dollar pro Monat oder 150 US-Dollar pro Jahr; ein zusätzlicher Nutzer oder Arbeitsbereich kostet jeweils 10 beziehungsweise 100 US-Dollar. Die Beitragsfreigabe beginnt bei Accelerate.
Welche Größen in die Rechnung eingehen
Die folgenden vier Setups sind Modellrechnungen zu veröffentlichten Listenpreisen in US-Dollar. Der Monatsbetrag gilt bei monatlicher Zahlung; der Jahresbetrag ist der Preis bei jährlicher Zahlung und keine Hochrechnung des Monatstarifs. Steuern, Währungsumrechnung und Aktionen bleiben außen vor. Für den Kapazitätsvergleich zählt ein verbundenes Social-Media-Konto als Buffer-Kanal beziehungsweise SocialBee-Profil; daraus folgt noch keine Gleichheit der Funktionen.
Für Creator in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist diese Unterscheidung besonders bei Jahresbeträgen wichtig: Der ausgewiesene Dollarpreis ist nicht automatisch der Betrag auf einer Rechnung in Euro oder Franken. Die vier Beispiele halten deshalb die Kontenzahl fest und ändern jeweils nur die für die Entscheidung wesentliche Anforderung: Profilumfang, Kundentrennung oder Teamzugang.
Solo-Creator mit drei Kanälen
Wenn eine Person drei Konten betreut und mit den Grenzen des Gratis-Tarifs auskommt, kostet Buffer Free keine Abonnementgebühr. Wer mehr geplante Beiträge je Kanal oder Funktionen des bezahlten Tarifs benötigt, kommt mit Essentials auf 18 US-Dollar monatlich oder 180 US-Dollar jährlich. Der Tarif bleibt bei einem Nutzer und einem gemeinsamen Organisationszugang.
SocialBee Bootstrap kostet für dieselben drei Konten 29 US-Dollar monatlich oder 290 US-Dollar jährlich. Die enthaltenen fünf Profilplätze lassen Raum für zwei weitere Konten, doch auch hier ist zunächst nur ein Nutzer vorgesehen. Rein nach Abonnementpreis liegt Buffer Essentials um 11 US-Dollar pro Monat beziehungsweise 110 US-Dollar pro Jahr darunter. Bootstrap kann sinnvoller sein, wenn die zusätzlichen Profilplätze und seine Planungsfunktionen tatsächlich gebraucht werden; ein Preisvorteil ergibt sich in diesem Setup daraus allein noch nicht.
Eine Marke mit neun Kanälen
Bei neun Konten wechselt der günstigere bezahlte Kapazitätstarif. Buffer Essentials kommt auf 54 US-Dollar monatlich oder 540 US-Dollar jährlich. SocialBee Bootstrap benötigt ein Paket mit fünf zusätzlichen Profilplätzen und erreicht damit zehn Plätze für 44 US-Dollar monatlich oder 440 US-Dollar jährlich. In dieser Rechnung arbeitet eine Person für eine Marke; zusätzliche Arbeitsbereiche bringen keinen Nutzen.
SocialBee Accelerate deckt die neun Konten ohne Profil-Zukauf für 49 US-Dollar monatlich oder 490 US-Dollar jährlich ab und enthält die Beitragsfreigabe. Gegenüber Bootstrap mit Profilpaket kostet diese Funktionalität zunächst 5 US-Dollar mehr im Monat; eine zweite mitarbeitende Person benötigt zusätzlich einen Nutzerplatz. Für zwei Personen ergibt das 59 US-Dollar monatlich oder 590 US-Dollar jährlich. Buffer Team verlangt für neun Kanäle 108 US-Dollar monatlich oder 1080 US-Dollar jährlich und umfasst unbegrenzt viele Nutzer sowie Freigaben. Wer nur allein plant, vergleicht daher andere passende Tarife als ein Team mit Freigabeprozess.
Drei Kunden mit je drei Kanälen
Betreut ein Freelancer alle neun Konten allein in einem gemeinsamen Bereich, bleibt SocialBee Bootstrap mit Profilpaket bei 44 US-Dollar monatlich oder 440 US-Dollar jährlich; Buffer Essentials liegt bei 54 beziehungsweise 540 US-Dollar. Sollen die drei Kunden bei SocialBee jeweils einen eigenen Bereich erhalten, kommen zwei zusätzliche Arbeitsbereiche hinzu. Dann steigt Bootstrap mit Profilpaket auf 64 US-Dollar monatlich oder 640 US-Dollar jährlich, während Buffers Preis für dieselben neun Kanäle gleich bleibt.
Die SocialBee-Anleitung zu Arbeitsbereichen beschreibt einen eigenen Bereich je Kunde als mögliche Struktur; mehrere Marken dürfen auch in einem Bereich liegen. Buffer kann Kanäle innerhalb einer Organisation gruppieren, doch die günstigere Buffer-Rechnung liefert keine drei SocialBee-Arbeitsbereiche. Der Unterschied von 10 US-Dollar monatlich oder 100 US-Dollar jährlich ist deshalb der Preisabstand zwischen zwei verschieden organisierten Setups, nicht der Preis für dieselbe Trennung.
Wenn zusätzlich je ein Kundenkontakt Zugang erhalten und Beiträge freigeben soll, passt SocialBee Pro von der veröffentlichten Kapazität her: fünf Arbeitsbereiche und drei Nutzer je Bereich reichen für den Freelancer und einen Kontakt pro Kunde. Der Grundpreis beträgt 99 US-Dollar monatlich oder 990 US-Dollar jährlich. Buffer Team bleibt bei 108 beziehungsweise 1080 US-Dollar für neun Kanäle und erlaubt beliebig viele Nutzer. Bei SocialBee ist Pro damit in dieser Konstellation preislich etwas niedriger; ob die Kundenrolle den gewünschten Freigabeprozess abbildet, klärt erst der Blick auf die Berechtigungen.
Fünf Personen an drei Kanälen
Für ein fünfköpfiges Team, das die drei Konten einer Marke gemeinsam betreut, wird die Nutzerzahl zum Kostentreiber. Buffer Team kostet 36 US-Dollar monatlich oder 360 US-Dollar jährlich; alle fünf Personen passen in den Tarif. SocialBee Bootstrap mit vier zusätzlichen Nutzerplätzen käme auf 69 US-Dollar monatlich oder 690 US-Dollar jährlich, enthält aber keine Beitragsfreigabe.
Mit Freigabe ist SocialBee Accelerate plus vier Nutzerplätze die kleinere passende Konfiguration: 89 US-Dollar monatlich oder 890 US-Dollar jährlich. Pro umfasst im Grundpreis nur drei Nutzer je Arbeitsbereich; zwei weitere Plätze erhöhen die Rechnung auf 119 beziehungsweise 1190 US-Dollar. Diese Modellrechnung setzt voraus, dass die zugekauften Nutzerplätze wie benötigt im gemeinsamen Arbeitsbereich eingesetzt werden können. Für genau diese Teamgröße und Kanalzahl ist Buffer Team nach Listenpreis deutlich günstiger, sofern seine Rollen zum Ablauf passen.
Wer darf einen Beitrag tatsächlich freigeben?
Buffer Team vergibt Veröffentlichungsrechte je Kanal. Die Buffer-Anleitung zu Berechtigungen beschreibt „Needs Approval“ für Personen, die eigene Entwürfe zur Freigabe einreichen. Der Organisationsinhaber hat dagegen vollen Zugriff auf alle Kanäle; auch „Full Access“ erlaubt das Veröffentlichen. Soll ein Kunde ausschließlich einen von der Agentur erstellten Entwurf prüfen, lässt sich aus der Rolle „Needs Approval“ allein kein reines Prüfrecht ableiten.
Bei SocialBee umfasst die Rolle Publisher neben dem Genehmigen auch das Erstellen, Bearbeiten und Veröffentlichen von Inhalten. Contributors können Inhalte erstellen, aber nicht genehmigen; das zeigt die SocialBee-Rollenübersicht. Ein zusätzlicher Nutzerplatz und eine verfügbare Freigabefunktion garantieren somit bei keinem der beiden Dienste eine auf das Prüfen begrenzte Kundenrolle. Für Agenturen kann genau diese Berechtigung wichtiger sein als der kleine Preisabstand zwischen den passenden Teamtarifen.
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