Buffer oder Later: Jeder zusätzliche Kanal verändert den Preis

|Autor: QUASA-Redaktion|6 Min. Lesezeit
Buffer oder Later: Jeder zusätzliche Kanal verändert den Preis

Für wenige bezahlte Profile ist Buffer häufig günstiger. Later kann preislich vorbeiziehen, wenn mehrere unterschiedliche Plattformen in ein vorhandenes Social Set passen. Bei Buffer erhöht jedes weitere Profil im bezahlten Tarif die Rechnung; bei Later bleibt der Preis innerhalb der vorhandenen Set-Kapazität zunächst gleich.

Für Creator und Teams zählt deshalb mehr als die Gesamtzahl ihrer Konten: Sie müssen wissen, wie oft jede Plattform vorkommt, wie viele Personen Zugang brauchen und ob Freigaben erforderlich sind. Ein weiteres Pinterest-Profil kann bei Later in ein Set passen, während ein weiteres Instagram-Profil einen zusätzlichen Set-Platz benötigt, wenn Instagram dort bereits belegt ist.

Was ein Kanal und ein Social Set kosten

Die folgenden Beträge sind US-Dollar pro Monat bei jährlicher Zahlung, ohne zusätzliche Steuern. Die Buffer-Preisliste nennt für Essentials 5 Dollar je Kanal und für Team 10 Dollar je Kanal. Ein Kanal ist dort ein verbundenes Social-Media-Konto; auch bereits kostenlos verbundene Konten werden beim Wechsel in einen bezahlten Tarif berechnet. Essentials umfasst einen Nutzer, Team unbegrenzt viele Teammitglieder und Freigabeabläufe.

Die Later-Tarife beginnen bei 18,75 Dollar für Starter mit einem Social Set und einem Nutzer. Growth kostet 37,50 Dollar mit zwei Sets und zwei Nutzern; jedes weitere Set kostet 11,25 Dollar und jeder weitere Nutzer 3,75 Dollar monatlich bei jährlicher Zahlung. Starter erlaubt keine zusätzlichen Sets oder Nutzer. Ein Set nimmt höchstens je ein Profil der unterstützten Plattformen Instagram, Facebook, TikTok, Threads, YouTube, Pinterest, LinkedIn und Snapchat auf. Es dient zugleich dazu, Konten nach Marke oder Kunde zu organisieren.

Bei größeren Kontobeständen sinkt Buffers Preis für zusätzliche Kanäle. Die Kanalstaffel von Buffer berechnet die ersten zehn Kanäle im Team-Tarif mit jeweils 120 Dollar im Jahr, den elften bis fünfundzwanzigsten dagegen mit jeweils 40 Dollar. Für Essentials gelten bei jährlicher Zahlung 60 beziehungsweise 40 Dollar. Wer eine Agentur mit vielen Profilen kalkuliert, sollte daher die Staffel anwenden und nicht alle Konten mit dem Einstiegspreis multiplizieren. Monatliche Zahlung hat bei beiden Diensten andere Listenpreise; für Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz können Steuern und Währungsumrechnung hinzukommen.

Solo-Creator: Ein weiteres Netzwerk dreht die Reihenfolge

Ein bedingtes Beispiel macht den Unterschied sichtbar: Eine Person verwaltet je ein Profil auf Instagram, TikTok und LinkedIn und benötigt einen bezahlten Tarif. Buffer Essentials kostet für diese drei Kanäle 15 Dollar monatlich im Jahresvertrag. Later Starter kostet 18,75 Dollar, obwohl im enthaltenen Set noch Plätze frei sind. Mit einem zusätzlichen Pinterest-Profil steigt Buffer auf 20 Dollar; Later bleibt bei 18,75 Dollar. Der günstigere Anbieter wechselt also beim vierten unterschiedlichen Profil.

Anders sieht derselbe Zuwachs aus, wenn ein zweites Instagram-Profil hinzukommt. Bei Later ist der Instagram-Platz des ersten Sets bereits belegt; der Bedarf steigt auf zwei Sets und damit mindestens auf Growth. Buffer berechnet weiterhin nur die tatsächlich verbundenen Profile. Ein Social Set ist deshalb kein Paket für beliebige Konten einer Marke, sondern eine Kapazität mit genau einem Platz je unterstützter Plattform.

Für kleine Accounts kann auch Buffers kostenloser Tarif relevant sein: Er erlaubt bis zu drei Kanäle und zehn gleichzeitig geplante Beiträge je Kanal. Later Starter lässt monatlich bis zu 30 neu geplante Beiträge pro Profil zu; Growth erhöht dieses Kontingent auf 180. Bei Buffer sind geplante Beiträge in den bezahlten Tarifen im Rahmen der Fair-Use-Regel unbegrenzt. Wer viele Beiträge vorbereitet, vergleicht somit neben dem Kontopreis auch zwei verschiedene Arten von Beitragsgrenze.

Zwei Personen: Der passende Teamtarif entscheidet

Sobald zwei Personen Zugang benötigen, fällt Buffer Essentials mit seinem einzelnen Nutzerplatz aus diesem Vergleich. Ein bedingtes Team mit Instagram, TikTok und LinkedIn zahlt für Buffer Team 30 Dollar oder für Later Growth 37,50 Dollar pro Monat bei jährlicher Zahlung. Kommt Pinterest als vierte unterschiedliche Plattform hinzu, kostet Buffer Team 40 Dollar, während Later Growth beim Grundpreis bleibt. Beide Tarife enthalten in diesem Beispiel die benötigten Nutzerplätze.

Verwaltet dasselbe Team zwei Marken mit jeweils Instagram, TikTok und LinkedIn, entstehen sechs Profile. Buffer Team kostet 60 Dollar. Later Growth kann die Profile auf seine zwei Sets verteilen und kostet weiterhin 37,50 Dollar, sofern das Beitragskontingent genügt. Das ist ein anderer Vergleich als bei sechs Profilen derselben Plattform: Dafür wären bei Later sechs Sets nötig, obwohl die absolute Profilzahl gleich ist.

Freigaben verschieben die sinnvolle Tarifwahl zusätzlich. Buffer bietet Rollen und Genehmigungsabläufe im Team-Tarif; bei Later gehören interne und externe Zusammenarbeit sowie Freigaben zu Growth. Für ein Team mit verbindlichem Freigabeprozess sind die Einstiegstarife daher keine gleichwertige Vergleichsbasis. Die Entscheidung betrifft dann sowohl den Preis der benötigten Kapazität als auch den Preis des tatsächlich erforderlichen Arbeitsablaufs.

Agentur: Viele Marken, zwei sehr verschiedene Rechnungen

Ein weiteres bedingtes Beispiel umfasst fünf Marken mit jeweils einem Instagram-, TikTok- und LinkedIn-Profil sowie fünf Personen mit Zugang. Das ergibt 15 verbundene Profile. Buffer Team kostet nach seiner Kanalstaffel 1.400 Dollar im Jahr, also rund 116,67 Dollar monatlich: 1.200 Dollar entfallen auf die ersten zehn Kanäle und 200 Dollar auf die übrigen fünf. Bei Later Growth werden fünf Sets und fünf Nutzer benötigt. Zu den enthaltenen zwei Sets und zwei Nutzern kommen drei Sets und drei Nutzer hinzu; zusammen sind das 82,50 Dollar monatlich bei jährlicher Zahlung.

Die Rechnung kippt bei gleicher Marken- und Nutzerzahl, wenn jede Marke nur ein Instagram-Profil hat. Buffer Team kostet für fünf Profile 50 Dollar monatlich. Later benötigt wegen der fünf Instagram-Profile weiterhin fünf Sets und kostet mit fünf Nutzern im Growth-Tarif 82,50 Dollar. Die Markenzahl allein erklärt den Preisunterschied also nicht. Entscheidend sind die Zahl aller verbundenen Konten bei Buffer und die Verteilung auf einzelne Plattformen bei Later.

Für eine eigene Konfiguration ist bei Later die größte Anzahl von Profilen auf derselben Plattform eine Untergrenze für den Set-Bedarf. Sollen Konten verschiedener Marken getrennt organisiert oder für unterschiedliche Teams freigegeben werden, kann die gewünschte Zuordnung weitere Sets erfordern. Danach kommen Nutzerplätze über dem Tarifkontingent und gegebenenfalls ein höherer Tarif wegen der Beitragsgrenzen hinzu. Bei Buffer werden die verbundenen Konten nach der jeweiligen Kanalstaffel addiert; zusätzliche Teammitglieder erhöhen den Preis des Team-Tarifs nicht.

Plattformabdeckung und Planung bleiben eigene Kriterien

Ein Preisvergleich hilft nur, wenn der Dienst die benötigten Netzwerke unterstützt. Der Plattformvergleich von Buffer nennt zwölf unterstützte Plattformtypen für Buffer und acht für Later. X, Bluesky, Mastodon, Substack und Google Business Profile gehören zu Buffers Auswahl; Snapchat gehört zu Later. Wer X verbindlich einplanen muss, kann Later dafür nicht als alleinigen Planer einsetzen. Für Snapchat gilt das entsprechend bei Buffer. Die genaue Profilart und Beitragsform können die Eignung zusätzlich einschränken.

Auch bei gemeinsam unterstützten Netzwerken unterscheiden sich die Abläufe. Later bietet einen visuellen Planer, in dem Medien und Beiträge per Drag-and-drop im Kalender angeordnet werden können; für einen abgestimmten Instagram-Feed kann das einen höheren Preis rechtfertigen. Buffer bietet ebenfalls Kalender und Vorschau, legt den Schwerpunkt aber auf die Planung über einzelne Kanäle und berechnet deren Kapazität separat. Ein kleines Team mit wenigen Konten kommt damit oft günstiger weg; ein Team mit mehreren unterschiedlichen Plattformen pro Marke kann die festen Set-Preise von Later besser ausnutzen.

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