Metricool oder Hootsuite: Marken statt Sitze verändern die Teamrechnung

|Autor: QUASA-Redaktion|6 Min. Lesezeit| 1
Metricool oder Hootsuite: Marken statt Sitze verändern die Teamrechnung

Für eine Person mit mehreren Kundenmarken spricht die Tariflogik zunächst für Metricool: Mit der Zahl der Marken steigt die benötigte Staffel, während zusätzliche Teamzugänge erst in einer höheren Funktionsstufe möglich sind. Die Metricool-Preise nennen einen dauerhaft kostenlosen Tarif für eine Marke, Starter für bis zu fünf Marken ab 16 Euro und für bis zu zehn Marken ab 29 Euro sowie Advanced für bis zu 15 Marken ab 43 Euro pro Monat bei jährlicher Zahlung. Bei monatlicher Zahlung beginnen Starter und Advanced bei 20 beziehungsweise 54 Euro; gegebenenfalls anfallende Mehrwertsteuer kommt hinzu.

Hootsuite berechnet dagegen die benötigten Nutzerzugänge und begrenzt im Einstiegstarif die Zahl der Social-Media-Profile. Die Hootsuite-Tarife nennen 99 US-Dollar für Standard, 199 US-Dollar für Professional und 399 US-Dollar für Advanced pro Person und Monat bei jährlicher Abrechnung, jeweils zuzüglich anfallender Steuern. Standard erlaubt bis zu zehn Profile, Professional und Advanced unbegrenzt viele. Einen dauerhaften Gratistarif gibt es nicht; angeboten wird eine befristete Testversion. Wer eigene Zugänge und verbindliche Beitragsfreigaben braucht, muss deshalb mehr vergleichen als die Einstiegspreise.

Marke, Profil und Zugang sind drei verschiedene Einheiten

Eine Metricool-Marke bündelt die Auftritte eines Kunden über verschiedene Netzwerke; bei Hootsuite zählt jedes verbundene Social-Media-Profil zur Profilgrenze. Der Tarifvergleich von SpeedRun Social beschreibt Marken und Nutzerplätze als die unterschiedlichen Kostentreiber der beiden Dienste. Die Hootsuite-Grenze für Profile kommt als weiterer Faktor hinzu: Auch eine einzige Person kann eine höhere Stufe benötigen, wenn sie viele Auftritte verwaltet.

Bei fünf Kundenmarken mit je einem Instagram- und einem Facebook-Profil entstehen beispielsweise zehn Profile. Fügt jeder Kunde einen dritten Auftritt hinzu, werden daraus 15 Profile, obwohl die Zahl der Marken und der arbeitenden Personen gleich bleibt. Metricools Markenstaffel ändert sich durch diesen Schritt nicht, sofern die Profile innerhalb der jeweiligen Marke verbunden werden können; bei Hootsuite reicht Standard dann nicht mehr. Umgekehrt können mehrere Personen für eine einzige Marke den Metricool-Einstiegstarif unbrauchbar machen.

Vier Konstellationen und ihre Grundkosten

Die folgenden Rechnungen sind bedingte Beispiele mit den genannten monatlichen Gegenwerten einer jährlichen Abrechnung. Jahresbeträge ergeben sich durch Multiplikation mit zwölf. Euro und US-Dollar bleiben getrennt; weder ein Wechselkurs noch ein konkreter Endpreis für Deutschland, Österreich oder die Schweiz wird unterstellt.

Einzelcreator: eine Marke, eine Person

Wer eine Marke allein betreut, kann Metricool kostenlos nutzen, wenn die Grenzen des Free-Tarifs ausreichen: LinkedIn und X sind ausgenommen, geplant werden können bis zu 20 Beiträge im Monat, und die Analyse reicht 30 Tage zurück. Braucht die Person LinkedIn, mehr geplante Beiträge oder eine längere Analysehistorie, beginnt Starter bei 16 Euro monatlichem Gegenwert beziehungsweise 192 Euro für ein Jahr.

Hootsuite Standard kostet für einen Zugang rechnerisch 1.188 US-Dollar im Jahr. Dafür umfasst die Stufe unter anderem unbegrenzte Beitragsplanung und einen gemeinsamen Posteingang. Für einen Einzelcreator mit einfachen Planungs- und Analyseanforderungen ist Metricool damit der günstigere Einstieg; wer Nachrichten verschiedener Profile in einem Posteingang bearbeiten will, vergleicht bereits einen anderen Funktionsumfang.

Fünf Marken: eine Person

Fünf getrennte Marken passen bei Metricool in die kleinste Starter-Staffel. Ihr Grundpreis bleibt bei 16 Euro monatlichem Gegenwert oder 192 Euro jährlich, solange eine Person den Zugang nutzt. Unter der ausdrücklichen Annahme von zwei Profilen pro Marke passen die insgesamt zehn Profile auch in Hootsuite Standard: Dort fallen für diesen einen Zugang rechnerisch 1.188 US-Dollar im Jahr an.

Ein drittes Profil je Marke verändert nur die Hootsuite-Seite dieser Rechnung. Die dann 15 Profile überschreiten die Standard-Grenze; Professional kostet für eine Person rechnerisch 199 US-Dollar monatlichen Gegenwert oder 2.388 US-Dollar im Jahr. Bei Metricool bleibt es bei fünf Marken. Benötigen Kunden allerdings eigene Zugänge oder sollen Beiträge innerhalb des Dienstes freigegeben werden, ist Starter trotz unveränderter Markenzahl nicht mehr die passende Stufe.

Eine Marke: drei Personen

Bei nur einer Marke wird die Zahl der arbeitenden Personen zum entscheidenden Unterschied. Die Metricool-Hilfe zur Nutzerverwaltung hält fest, dass Free und Starter nur einen Zugang erlauben; zusätzliche Nutzer sowie Rollen und Berechtigungen sind ab Advanced verfügbar. Für drei Personen mit eigenem Zugang beginnt die bedingte Rechnung daher bei 43 Euro monatlichem Gegenwert oder 516 Euro im Jahr. Advanced umfasst auch die Beitragsfreigabe.

Bei Hootsuite kosten drei Standard-Zugänge zusammen rechnerisch 297 US-Dollar monatlichen Gegenwert oder 3.564 US-Dollar im Jahr. Standard deckt Planung, grundlegende Auswertung und einen gemeinsamen Posteingang ab. Benötigen die drei Personen formale Freigabeabläufe innerhalb von Hootsuite, wird Advanced relevant: Aus dem Preis pro Person ergeben sich 1.197 US-Dollar monatlicher Gegenwert und 14.364 US-Dollar für ein Jahr. Voraussetzung für beide Rechnungen ist, dass tatsächlich alle drei einen eigenen bezahlten Zugang brauchen.

Kleine Agentur: zehn Marken, drei Personen

Angenommen, drei Personen betreuen zehn Kundenmarken mit je zwei Social-Media-Profilen, nutzen getrennte Zugänge und brauchen Beitragsfreigaben. Bei Metricool deckt die kleinste Advanced-Staffel sowohl diese Markenzahl als auch Teamzugänge und Freigaben ab. Der Grundpreis beträgt rechnerisch 43 Euro monatlichen Gegenwert oder 516 Euro jährlich. Ohne Teamzugänge und Freigaben könnte eine einzelne Person die zehn Marken schon in der höheren Starter-Staffel für 29 Euro monatlichen Gegenwert verwalten.

Die 20 Profile des Agenturbeispiels überschreiten bei Hootsuite die Standard-Grenze. Drei Professional-Zugänge kosten ohne formale Beitragsfreigabe rechnerisch 597 US-Dollar monatlichen Gegenwert oder 7.164 US-Dollar jährlich. Sollen Beiträge innerhalb von Hootsuite geprüft und freigegeben werden, sind drei Advanced-Zugänge anzusetzen: 1.197 US-Dollar monatlicher Gegenwert beziehungsweise 14.364 US-Dollar für das Jahr. Ein zusätzlicher Kunde kann also die Profilgrenze treffen, während ein zusätzlicher Mitarbeiter die Sitzkosten erhöht.

Freigaben und Analytik verschieben den Vergleich

Die günstigste passende Stufe hängt auch davon ab, welche Arbeit im Dienst stattfinden soll. Metricool Starter bietet eine längere Analysehistorie und exportierbare Berichte; Teamverwaltung, Rollen und Beitragsfreigaben liegen bei Advanced. Bei Hootsuite enthält Standard bereits Analytik und den Posteingang, Professional ergänzt anpassbare Berichte und unbegrenzte Profile, während Freigabeabläufe in Advanced liegen. Ein Team, das Ergebnisse nur an Kunden weitergibt, hat deshalb einen anderen Tarifbedarf als eines, in dem Kunden selbst Beiträge genehmigen.

Die ausgewiesenen Grundpreise sind keine unmittelbar vergleichbaren Endbeträge: Metricools Europreise unterscheiden zwischen jährlicher und monatlicher Zahlung, die hier verwendeten Hootsuite-Dollarpreise sind monatliche Gegenwerte bei jährlicher Abrechnung. Hinzu kommen je nach Vertrag und Land Steuern, Währungsumrechnung und gegebenenfalls Zusatzfunktionen. Für die Teamrechnung ist vor allem klar, welcher nächste Schritt eine Tarifgrenze berührt: eine weitere Marke bei Metricool, zusätzliche Profile bei Hootsuite oder eigene Zugänge und Freigaben in einem der beiden Dienste.

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