
YouTube-Kanal freigeben: Rollen ersetzen das geteilte Passwort

Du kannst Mitarbeitende oder eine Agentur in YouTube Studio über „Einstellungen“ und „Berechtigungen“ einladen: E-Mail-Adresse eintragen, passende Rolle wählen, Einladung abschließen. Die YouTube-Hilfe zu Kanalberechtigungen beschreibt, wie Personen so am Kanal arbeiten, ohne Zugriff auf dein Google-Konto oder dessen Passwort zu erhalten. Die Rolle bestimmt, ob sie Inhalte bearbeiten, Umsatzdaten sehen oder weitere Personen berechtigen dürfen.
Für einen Video-Upload reicht in der Regel „Bearbeiter (eingeschränkt)“, für reine Untertitel „Bearbeiter für Untertitel“ und für die Auswertung ohne Einnahmen „Betrachter (eingeschränkt)“. Wähle die Rolle nach allen Aufgaben, die eine Person tatsächlich übernehmen soll. Wenn ein Projekt endet, kannst du ihre Rolle ändern oder den Kanalzugriff entfernen.
Eine Person zum Kanal einladen
Öffne den Kanal, für den die Person arbeiten soll, und melde dich mit einem Konto an, das Berechtigungen verwalten darf. Ein Administrator kann Einladungen verwalten; eine Bearbeiterrolle genügt dafür nicht. Vergib den Zugang an die einzelne Person, damit du ihn später gezielt ändern oder entziehen kannst.
- Öffne YouTube Studio auf dem Computer und klicke links auf „Einstellungen“.
- Wähle „Berechtigungen“ und anschließend „Einladen“.
- Trage die E-Mail-Adresse ein. Wähle im Feld „Zugriff“ die Rolle und schließe mit „Fertig“ ab.
- Sieh nach Annahme der Einladung unter „Berechtigungen“ nach, ob die Person mit der vorgesehenen Rolle aufgeführt ist.
Die eingeladene Person nimmt den Zugang über die E-Mail-Einladung mit ihrem eigenen Konto an. Wenn mehrere Menschen einer Agentur am Kanal arbeiten, braucht jede Person eine eigene Berechtigung. So kannst du beim nächsten Projektwechsel einzelne Zugänge anpassen, ohne die übrigen Beteiligten auszusperren.
Welche Rolle passt zu welcher Aufgabe?
Die folgende Zuordnung setzt voraus, dass jemand nur die genannte Aufgabe erledigt. Für mehrere Tätigkeiten zählt die niedrigste Rolle, die alle nötigen Aktionen erlaubt. Eine eingeschränkte Rolle schließt Umsatzdaten aus; sie beschränkt den Zugriff nicht auf ein einzelnes Video oder ein bestimmtes Projekt.
- Untertitel hinzufügen und korrigieren: „Bearbeiter für Untertitel“ darf Untertitel bei geeigneten Videos hinzufügen, bearbeiten, veröffentlichen und löschen. Die Rolle erlaubt weder Video-Uploads noch Änderungen an anderen Kanalinhalten oder Einblick in Umsatzdaten. Sie passt zu einem Team, das ausschließlich an Untertiteln arbeitet.
- Reichweite und Videoleistung auswerten: „Betrachter (eingeschränkt)“ darf Kanalinformationen lesen, aber keine Inhalte bearbeiten und keine Umsatzdaten einsehen. Braucht die Person für ihre Auswertung auch Einnahmen, ist „Betrachter“ die passende Lesestufe. Beide Betrachterrollen können YouTube Analytics-Gruppen erstellen und bearbeiten; die Leserechte schließen diese Analysefunktion also nicht aus.
- Videos hochladen und veröffentlichen: „Bearbeiter (eingeschränkt)“ kann Inhalte hochladen, veröffentlichen, Metadaten ändern und Entwürfe löschen. Umsatzdaten bleiben verborgen. „Bearbeiter“ ist erst nötig, wenn die Person zusätzlich Einnahmen einsehen muss. Beide Bearbeiterrollen können bereits veröffentlichte Kanalinhalte nicht löschen und keine Berechtigungen verwalten.
- Livestream aktiv betreuen: „Bearbeiter (eingeschränkt)“ darf Livestreams verwalten und im Live Control Room chatten oder Chats moderieren, ohne Umsatzdaten zu sehen. Für eine Person, die den Stream lediglich beobachten und seine Leistung auswerten soll, reicht „Betrachter (eingeschränkt)“. Betrachter erhalten keinen Streamschlüssel und können einen Stream weder starten noch beenden.
- Veröffentlichte Inhalte entfernen oder Teamzugänge verwalten: Dafür braucht die Person „Administrator“. Diese Rolle kann Inhalte löschen, Berechtigungen in YouTube Studio verwalten und alle Kanaldaten einsehen. Sie geht damit über den Zugriff hinaus, den eine Agentur für Schnitt und Upload benötigt.
- Den ganzen Kanal löschen: Das darf nur der „Inhaber“. Für Produktion, Untertitel, Auswertung oder laufende Kanalbetreuung ist diese Rolle nicht erforderlich.
Wenn eine externe Cutterin nur die Videodatei bearbeitet und jemand anderes den Upload übernimmt, benötigt sie dafür keine Kanalberechtigung. Soll sie später selbst hochladen, kannst du ihr dann eine Bearbeiterrolle geben. Der Zeitpunkt der Einladung kann sich damit nach der tatsächlichen Kanalaufgabe richten.
Brand-Konto zuerst auf Kanalberechtigungen umstellen
Bei einem Kanal mit Brand-Konto, der noch über dessen Rollen verwaltet wird, steht vor der Einladung die Migration. Die YouTube-Anleitung zur Migration führt den primären Inhaber in Studio über „Einstellungen“, „Berechtigungen“ und „Berechtigungen verschieben“. Danach legt er für bestehende Nutzer die jeweilige Berechtigungsstufe fest und sendet die Einladung; die Verwaltung der Zugänge liegt anschließend in YouTube Studio.
Die Umstellung ist auch für automatisierte Abläufe relevant: Eingeladene können den Kanal auf YouTube und in YouTube Studio verwalten, jedoch nicht über YouTube APIs. Eine höhere Studio-Rolle hebt diese Grenze nicht auf. Wenn eine Agentur einen API-basierten Ablauf plant, muss sie ihn getrennt von der Einladung klären.
Rollen prüfen und Zugriff entziehen
Prüfe unter „Einstellungen“ und „Berechtigungen“, wer noch Zugang hat und ob die Rolle zur aktuellen Arbeit passt. Endet die Upload-Phase, während die Auswertung weiterläuft, kannst du beispielsweise von „Bearbeiter (eingeschränkt)“ auf „Betrachter (eingeschränkt)“ wechseln. Nach Projektende entfernst du die Berechtigung, statt einen nicht mehr benötigten Zugang bestehen zu lassen.
- Öffne in YouTube Studio „Einstellungen“ und „Berechtigungen“.
- Suche die Person und öffne den Pfeil neben ihrer Rolle.
- Wähle eine neue Rolle oder „Zugriffsrechte entfernen“.
- Kontrolliere die angezeigte Liste. Bei mehreren eingeladenen Agenturmitgliedern bearbeite jeden Zugang einzeln.
Der Entzug betrifft den delegierten Zugang zu deinem Kanal. Das eigene Google-Konto der Person bleibt bestehen. Du kannst die Zusammenarbeit damit beenden, ohne ein gemeinsam genutztes Google-Passwort zurücksetzen zu müssen.
Inhaberschaft ist ein eigener Vorgang
Eine Kanalberechtigung überträgt kein Eigentum. Die YouTube-Hilfe zur Brand-Konto-Inhaberschaft beschreibt die Übertragung der primären Inhaberschaft in der Brand-Konto-Verwaltung; die vorgesehene Person muss zuvor mindestens sieben Tage lang Inhaber des Brand-Kontos sein. Wenn sich kein neuer primärer Inhaber festlegen lässt, können aktive Kanalberechtigungen der Grund sein.
Für eine befristete Zusammenarbeit ist eine aufgabenbezogene Kanalrolle der passende Weg. Eine tatsächliche Übergabe des Kanals erfordert die gesonderte Brand-Konto-Verwaltung; eine Administratorrolle bewirkt diese Übertragung nicht.
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